Häufig gestellte Fragen – und unsere Antworten

Hier führen wir Fragen auf, die uns häufig von Interessenten und Klienten gestellt werden – und unsere Antworten darauf.

 

Ihre Frage wird hier nicht beantwortet? Dann schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an info@abw-muenster.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Wer übernimmt die Kosten für das Ambulant Betreute Wohnen?

Bei Hilfebedürftigkeit werden die Kosten vom zuständigen Sozialhilfeträger übernommen (in der Regel ist dies der LWL). Bei jedem Antrag wird jedoch geprüft, ob sich der Antragssteller an den Kosten beteiligen kann. Hierzu wird das Einkommen und Vermögen unter Abzug von Freibeträgen berechnet. Wenn Ihr Einkommen die Grenze nicht übersteigt, ist die Hilfe für Sie kostenlos.

Wie berechne ich meine Eigenbeteiligung?

Von Ihrem monatlichen Einkommen werden Kaltmiete und eventuelle Aufwendungen wie Fahrtkosten und Arbeitsmittel abgezogen. Liegen Sie dann unter der Einkommensfreigrenze von derzeit 808 €, müssen Sie sich nicht beteiligen. Leben noch weitere Familienmitglieder (Partner, Kinder) mit im Haushalt, erhöht sich der Grundbetrag um ca. 283 € pro Person. Die Kostenbeteiligung errechnet sich folgendermaßen:

 

Berechnung Ein-Personen-Haushalt
Nettoeinkommen pro Monat MINUS Fahrtkosten MINUS Arbeitsmittel MINUS Kaltmiete

  • bei über 808 € ist eine Eigenbeteiligung erforderlich
  • bei unter 808 € ist keine Eigenbeteiligung erforderlich

 

Berechnung Zwei-Personen-Haushalt  
Nettoeinkommen pro Monat MINUS Fahrtkosten MINUS Arbeitsmittel MINUS Kaltmiete

  • bei über 1091 € ist eine Eigenbeteiligung erforderlich
  • bei unter 1091 € ist keine Eigenbeteiligung erforderlich

 

75 % des Einkommens, das über dem für den Haushalt geltenden Grundbetrag liegt, muss für das ambulant Betreute Wohnen eingesetzt werden.

Muss ich mein Vermögen einsetzen?

Beim Vermögen gilt ein Freibetrag von derzeit 2600 €. Haben Sie Ersparnisse, die diesen Betrag überschreiten, müssen Sie Ihr Vermögen einsetzen. Die jeweilige Höhe wird nach vorheriger Prüfung des Vermögens vom LWL festgesetzt. Ein von Ihnen selbst bewohntes angemessenes Eigenheim bleibt unberücksichtigt.

Müssen sich meine Eltern oder Angehörigen an den Kosten beteiligen?

Bei Eltern, unterhaltspflichtigen Kindern und/oder geschiedenen Ehegatten wird im Einzelfall geprüft, ob sie sich an den Kosten beteiligen müssen. Wenn Sie finanziell in der Lage sind und kein Härtefall vorliegt, wird in der Regel ein Betrag von aktuell 32,08 € pro Monat fällig.

 

Bei überdurchschnittlichem Einkommen kann die Kostenbeteiligung auch höher ausfallen. Konkrete Auskunft erhalten Sie bei der zuständigen Stelle des Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

Muss ich eine eigene Wohnung haben?

Ja, das müssen Sie. Jedoch gibt es die Möglichkeit, wenn Sie noch bei Ihren Eltern wohnen und Ihr baldiger Auszug in eine eigene Wohnung geplant ist und zeitnah umgesetzt werden soll, trotzdem bereits die Hilfen des Ambulant Betreuten Wohnens in Anspruch zu nehmen.

Wird mir bei der Wohnungssuche geholfen?

Wir können Sie bei allen mit der Wohnungssuche verbundenen Schritten begleiten und unterstützen. Abnehmen können wir Ihnen die Wohnungssuche jedoch nicht.

Wie lang ist meine Betreuungszeit pro Woche?

Im Hilfeplangespräch mit dem zuständigen Hilfeplaner des LWL  werden Ziele vereinbart und der Betreuungsumfang individuell bestimmt, eine pauschalisierte Aussage ist daher nicht möglich. Die entsprechende Stundenzahl wird für 6-18 Monate bewilligt. Gegebenenfalls kann mit Hilfe eines schriftlichen Antrags die Stundenanzahl innerhalb dieses Zeitraums erhöht oder reduziert und damit an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.

Was ist der Unterschied zur gesetzlichen Betreuung?

„Eine „gesetzliche Betreuung“ wird durch das Amtsgericht angeordnet. Der vom Gericht bestellte (gesetzliche) Betreuer kann den Betreuten in bestimmten, vom Gericht festgelegten Bereichen wie Vermögen, Gesundheit etc. rechtlich vertreten, d. h. rechtliche Entscheidungen für ihn treffen. Eine solche „gesetzliche Betreuung“ kann auch nur durch das Gericht wieder beendet werden.
Das Ambulant Betreute Wohnen hingegen basiert auf ausschließlich gemeinsam mit Ihnen vereinbarten Zielen und kann jederzeit von Ihnen gekündigt werden. Hier steht die praktische Unterstützung im Alltag im Vordergrund. Diese kann immer nur einvernehmlich mit Ihnen erfolgen. Daher ist weder ein Beschluss noch eine Bevollmächtigung notwendig.

Wie lange kann ich die Hilfe bekommen?

So lange, wie Sie sie brauchen.

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